Teil 3: Helfer im pausenlosen Einsatz

Überhaupt die Panzer…Allein die Bundeswehr stellte in Niedersachsen 340 Fahrzeuge, darunter 158 Panzer und Kettenfahrzeuge. Außerdem flogen 35 Hubschrauber nahezu pausenlos Einsätze. Zivile und militärische Unterstützer zusammengerechnet, waren in Niedersachsen insgesamt 10.000 Helferinnen und Helfer im Einsatz; sie verwendeten 3.000 Fahrzeuge.

Die Panzer hat auch Uwe Eilers aus Brake nicht vergessen. „Das waren echte Schneemassen, die da geräumt werden mussten“, bestätigt er. Damals besuchte Eilers die Höhere Handelsschule in Nordenham. Pflichteifrig wollte er eines Morgens zur Schule aufbrechen. Allerdings: „Die Schneeverwehungen waren so hoch, dass ich nicht aus dem Haus konnte. Das mögen wohl fast zwei Meter gewesen sein, die ich erst einmal zur Seite schieben musste.“ Die Schule war jedoch ohnehin ausgefallen.

Uwe Eilers

Zu den Helferinnen und Helfern zählten neben der Bundeswehr, den Freiwilligen Feuerwehren und anderen auch die des Technischen Hilfswerkes (THW) in Nordenham. Dort arbeiteten rund 50 THW-Bedienstete bis zu 20 Stunden am Tag und bis zu den Hüften im Schnee versunken. Ihr Auftrag: Sie mussten die wichtigsten Straßenkreuzungen vom Schnee befreien und Eisenbahngleise räumen. Außerdem halfen sie beim Transport von Lebensmitteln und dem Beladen von Bundeswehr-Hubschraubern.

Ebenfalls in Nordenham hatte Herbert Fritsch seine Feuertaufe. Der war erst 1979 Ortsbrandmeister geworden und musste gleich für mehrere Tage die Einsatzbereitschaft der Wehrleute sicherstellen. Im März stand zu allem Überfluss erneut eine große Bewährungsprobe an: Die Schneeschmelze sorgte für große Wassermassen.

Und was wäre heutzutage, wenn es wieder zu einer Schneekatastrophe käme? Die Rettungstechnik hat große Fortschritte gemacht und die Zusammenarbeit der einzelnen Hilfskräfte würde dank modernerer Kommunikationsmethoden 2017 besser funktionieren als 1979.

Weniger üblich ist es dagegen, Lebensmittelvorräte anzulegen. Und zu hoffen bleibt, dass im (nicht zu wünschenden) Falle eines Falles die Solidarität der Menschen untereinander nicht auf der Strecke bleibt.

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